Verband der freien KFZ-Teile-Fachhändler
Chancen und Risken
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Erfolgreicher Pilotevent in St. Pölten

Die Aftermarket-GVO – Die neue Freiheit des Kfz-Gewerbes, Risiken und Chancen

      

 

Bild links: Neofitos Arathymos, Geschäftsführer der Abteilung Technik - Sicherheit - Umwelt im Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), Lim-Stv. Karl Scheibelhofer, Moderator Thomas Langpaul, Obmann des Berufszweiges Teilegroßhandel in der WK Wien KommR Ing. W. Dytrich, Kassier des VFT Walter-Michael Jordan und VFT Generalsekretär Erhard Zagler (v.l.). Bild rechts: Rund 120 Teilnehmer kamen zu dem Pilotevent Anfang Oktober 2011 nach St. Pölten

Die Info-Tagung des freien Kfz-Teilehandels und der Kfz-Techniker „Die Aftermarket-GVO –  Die neue Freiheit des Kfz-Gewerbes, Risiken und Chancen“ am 04. Oktober 2011 im WIFI St. Pölten wurde von rund 120 Teilnehmern besucht. Der Event geht auf eine Initiative der Wiener Obmannes des Berufszweiges für den Großhandel mit Kfz-Teilen und –Serviceeinrichtungen KommR Ing. Wolfgang Dytrich und des Bundes- und Landesinnungsmeisters der Kfz-Techniker KommR Friedrich Nagl zurück. Der VFT sponserte die Veranstaltung.

Eröffnet wurde die Tagung, die ORF-Moderator Thomas Langpaul moderierte, auf Kfz-Technikerseite von LIM-Stv. Karl Scheibelhofer in Vertretung des rekonvaleszenten LIM Nagl. Die Veranstaltung im WIFI,  von 120 Teilnehmern aus Kfz-Betrieben und Kfz-Teilehändlern besucht, war ein Pilotprojekt, das der Verband der freien Kfz-Teilehändler (VFT) unterstützte. Weitere ähnliche lokale Meetings sind geplant. Dytrich zur Zielsetzung dieser Veranstaltung: „Wir wollen transportieren, dass Autokosten sinken können. Die Autofahrer müssen sich nur bewusst werden, dass freie Werkstätten, den gleichen Zugang zu Fahrzeugspezifika haben wie Fabrikats gebundene Kfz-Betriebe. Die Teile, die sie verbauen, sind Originalteilen ebenbürtig, aber günstiger.  Erste Erfolge werden sichtbar.“  Der Obmann des Wiener Teilehandels kündigte daher exklusiv im Gespräch mit AUTOSERVICE an, weitere Events gemeinsam mit Steiermark und Kärnten, Salzburg und Oberösterreich sowie Tirol und Vorarlberg zu planen.

Neofitos Arathymos, Geschäftsführer der Abteilung Technik - Sicherheit - Umwelt im Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) stellte fest: „Die GVO ist das Werk der Juristen, EURO 5/6 das der Techniker.“ In den kraftfahrzeugspezifischen Leitlinien zur neuen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO - Verordnung EU Nr. 461/2010), die am 01.06.2010 in Kraft getreten ist, hat die Europäische Kommission auch den Zugang zu allen technischen Informationen für Kfz-Betriebe geregelt.

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Das heißt, dass alle Kfz-Betriebe technische Informationen erhalten können, um die erforderlichen Reparatur- und Wartungsarbeiten an zunehmend höher entwickelten Kraftfahrzeugen durchzuführen. In der GVO sind jedoch weder die technischen und personellen Voraussetzungen definiert, noch ist dort geregelt, wie die Kfz-Betriebe Zugang zu den technischen Informationen erhalten (z.B. über das Internet, mittels CD oder DVD).

Bei der gemeinsamen Pilotveranstaltung des freien Kfz-Teilehandels, organisiert vom Landesgremium Wien für den Fahrzeughandel und der Landesinnung NÖ der Kfz-Techniker im WIFI NÖ, St. Pölten, sorgte der ZDK-Experte Anfang Oktober 2011 für Aufsehen. Desgleichen war Mag. Karl-Heinz Wegrath bemüht, die GVO, deren es derzeit drei für den automobilen Bereich gibt, auf den Rechts- und Transparenzprüfstand zu stellen. Im Moment sind nach Wegrath drei GVO in der Kfz-Branche aktuell:

  • Kfz-GVO für den Neuwagenhandel (bis 31. 05. 2013)
  • Schirm-GVO (für Werkstätten seit 01. 06. 2010, für den Neuwagenhandel ab 01. 06. 2013)
  • Die Aftermarket-GVO (seit 01. 06. 2010)

Die für den unabhängigen Folgemarkt so wichtige Verordnung relativiert Wegrath: „Die Rechtslage hilft derzeit der mächtigen Automobilindustrie.“ Haftungs- oder Garantieausschlüsse in Verträgen, die den Autofahrer an die Markenwerkstätte binden sollen, seien lapidar ausgedrückt Quatsch.

Der Unterstützung der freien Werkstätte haben sich in Österreich acht Teileanbieter mit 13 Werkstattkonzepten verschrieben. (Siehe Downloads). Zur Steigerung des Bekanntheitsgrades wird es 2012 ein Wettbewerb geben. Die „Werkstatt des Jahres 2012“ organisiert von PARTSLIFE GmbH startet in Kürze. Geschäftsführer Wolfgang Steube konnte als Ausrichter die VFT-Mitglieder ATP, Birner und Trost gewinnen. Weiters beteiligt sich ATEV. Die Preisverleihung wird auf der AutoZum 2013 erfolgen. Grundsätzlich können sich alle markenunabhängigen Kfz-Betriebe beteiligen.

Fixtermin ist allerdings die Bundestagung des freien Kfz-Teilehandels am 13. Jänner 2012 anlässlich der Vienna Autoshow, veranstaltet von ReedMesse am Wiener Messegelände.

Last but not least dankt der VFT den Sponsoren: Fachmagazin AUTOSERVICE, den Firmen ATP, Birner, Hella, Trost, KUZU